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Plast Competence Center AG
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FEM ANALYSE
Details FEM Berechnung

Möglichkeiten der FEM Berechnung


Mit der Finite Element Methode (FEM), können komplizierte Bauteile, sowie ganze Baugruppen auf kritische Bereiche überprüft werden. Das Abbilden des Kriechverhaltens eines Materiales ist vor allem in der Kunststoff-Branche von Bedeutung. Weil die Dehnung nicht nur von der Belastung, sondern auch von der Zeit und der Temperatur abhängt, können bei Kunststoffteilen sehr viel grössere Verformungen auftreten als bei vergleichbaren Metallteilen.
Das Abbilden von nichtlinearem Materialverhalten (Kriechen) in einem Bauteil ist einer der vielen Vorteile, welche die Bauteilauslegung mittels FEM im Kunststoffbereich bietet. Mit einer FEM-Berechnung können Materialien abgebildet werden die grosse Dehnungen zulassen. Nebst den klassischen Kriechgesetzen, bieten die FE-Systeme auch die Möglichkeit hyperelastische Bauteile (Gummiteile) zu berechnen. Um eine FEM Berechnung durchführen zu können, müssen unter Anderem möglichst gute Materialdaten vorhanden sein. Da in den meisten Fällen die Materialdaten nicht einfach verfügbar sind, müssen oft Messungen zur Bestimmung der Materialparameter durchgeführt werden.

Mit der Finite-Element-Methode können nebst den einfachen Lastfällen wie Biegung, Zug, Druck Torsion etc. auch komplizierte Lastfälle schnell und zuverlässig abgebildet werden. Ein weiterer Vorteil ist das Abbilden von komplexen Geometrien, die mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu berechnen sind. Nebst den klassischen Randbedingungen wie Momente, Kräfte und Druckbelastungen, können auch Wärmespannungen infolge Wärmedehnung und Schraubenvorspannungen simuliert werden. Ein spezielles Augenmerk wird oft auf Kerbspannungen gelegt. Vor allem bei Faserverstärkten oder amorphen Kunststoffen sind Kerbspannungen öfter ein Thema als bei teilkristallinen Kunststoffen. Der Einfluss einer Kerbe kann dazu führen, dass in einem bestimmten Bereich die zulässige Spannung bei weitem überschritten wird.
Neben den statischen Strukturanalysen, kann mittels der Strukturdynamik das Verhalten von Bauteilen unter Einwirkung dynamischer Beanspruchungen überprüft werden. Wichtige Stichwörter sind hier die Bestimmung von Eigenfrequenzen (Modalanalysen) und das Durchführen von transienten Analysen. Bei einer transienten Analyse wird das Teil durch eine äussere, zeitabhängige Last in Schwingung gebracht und die Antwort des Teiles bestimmt. Daraus können die Spannungen und Deformationen am Bauteil oder ganzen Baugruppen sichtbar gemacht werden.

Eine FE-Analyse als Bauteilsimulation sollte möglichst früh in der Bauteilgestaltung durchgeführt werden. Somit können die Komponenten schon im Entwicklungsstadium überprüft und optimiert werden. Damit vereinfacht sich die Bauteilgestaltung, weil die kritischen Stellen schon vor dem ersten Prototyp sichtbar gemacht und bei der Bauteilgestaltung berücksichtigt werden können. In vielen Anwendungsfällen soll das Bauteilgewicht bei möglichst hoher Festigkeit und Steifigkeit reduziert werden. In solchen Fällen stösst man oft an die Belastungsgrenzen der eingesetzten Materialien. Die Bauteilsimulation gibt hier dem Entwickler eine gewisse Sicherheit. Obschon die FE-Analyse die Prototypenphase nicht ersetzt, können doch mit ihrer Hilfe optimierte Prototypen hergestellt werden. Mit gezieltem Einsatz der FEM-Simulation, kann somit die Durchlaufzeit von der Konstruktion bis zur Serienproduktion verkürzt werden.
 


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